Glücklicher
Lebensfreude, Vergnügen und Sinn finden mit dem populärsten Dozenten der Harvard University
Artikel-Nr.:12084397
ISBN:978-344215585-9
Erschienen:02/2010
Aus der ReiheGoldmann Taschenbücher
Band:Bd.15585
Erschienen beiGoldmann
Abmessungen:183x125mm
Gewicht:210g
Seitenanzahl:254
Rezension
"Die Vorschläge des Harvard-Dozenten für Positive Psychologie sind alltagstauglich und fachlich solide; ein anregendes und hilfreiches Buch, für das es sich lohnt, eine Auszeit zu nehmen." (Emotion)
Exzerpt
Wir leben alle mit dem Ziel, glücklich zu werden; wir leben alle verschieden und doch gleich.
Anne Frank
Im Jahr 2002 veranstaltete ich an der Harvard University mein erstes Seminar über Positive Psychologie. Acht Studenten schrieben sich damals ein, zwei sprangen wieder ab. Wir beschäftigten uns jede Woche mit einer Frage, die ich für die einzig entscheidende Frage hielt: Was können wir tun, damit wir selbst und andere glücklicher sind? Wir hörten unsere persönlichen Geschichten und probierten verschiedene Sachen aus, die uns begeisterten und manchmal auch enttäuschten. Im Laufe des Jahres verstanden wir immer besser, wie die Psychologie helfen kann, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.
Im darauffolgenden Jahr wurde aus dem Seminar eine Art öffentliche Veranstaltung. Mein Mentor Philip Stone, der als Erster Positive Psychologie in Harvard lehrte und mich mit diesem Fachgebiet bekannt gemacht hatte, ermutigte mich, eine Vorlesungsreihe zum Thema "Glück" anzubieten. 380 Studenten schrieben sich daraufhin ein. Ein Jahr später gaben über 20 Prozent von ihnen in einer abschließenden Einschätzung an, dass die Vorlesungen ihre Lebensqualität gesteigert hätten. Dies hatte zur Folge, dass an der nächsten Vorlesungsreihe 855 Studenten teilnahmen, wodurch sie zur größten Lehrveranstaltung an der Universität wurde.
William James, der von vielen als "Vater" der amerikanischen Psychologie betrachtet wird, wies mir den richtigen Weg, indem er mich daran erinnerte, das ganze Thema praxisnah anzugehen und "den praktischen Nutzen der Erkenntnisse auf empirische Weise" darzulegen. Der praktische Nutzen, der mir vorschwebte, bestand nicht in harter Währung oder in der Währung von Erfolgen und Auszeichnungen, sondern in etwas, was ich inzwischen als "die grundlegende Währung" bezeichne, weil letztlich alles auf sie hinausläuft: Glück.
Mir ging es in meinen Vorlesungen nicht bloß darum, über "das gute Leben" zu philosophieren. Die Studenten lasen nicht nur Artikel und lernten die Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet kennen, sondern setzten das Gelernte auch gezielt um. Sie hielten Referate, in denen sie sich mit ihren Ängsten auseinandersetzten und über ihre Stärken nachsannen, sich aber auch ehrgeizige Ziele für die nächste Woche und das nächste Jahrzehnt steckten. Ich ermutigte sie, Risiken einzugehen und ihre Belastbarkeit zu testen, also den gesunden Mittelweg zwischen Über- und Unterforderung zu finden.
Persönlich ist es mir nicht immer gelungen, diesen gesunden Mittelweg zu finden. Da ich ein schüchterner, introvertierter Mensch bin, fühlte ich mich in einem Seminar mit sechs Studenten einigermaßen wohl. Als ich im nächsten Jahr vor 400 von ihnen stand, war das eine große Herausforderung für mich. Im dritten Jahr lehrte ich vor einer Zuhörerschaft, deren Größe mich eher über- als unterforderte - besonders nachdem auch viele Eltern der Studenten, eine Handvoll Großeltern und dann auch noch die Medien auftauchten.
Seit dem Tag, an dem im Harvard Crimson und danach im Boston Globe über die Popularität der Vorlesung berichtet worden war, war die Sintflut der Fragen nicht mehr zu stoppen. Die Menschen spüren schon seit einer Weile, dass wir uns mitten in einer gewaltigen Umwälzung befinden, aber sie sind sich nicht sicher, worum es eigentlich geht. Wie soll man den Bedarf an Positiver Psychologie in Harvard und an anderen Universitäten erklären? Warum herrscht plötzlich dieses große, stark zunehmende Interesse, sich mit dem Glück auseinanderzusetzen - sei es in der Grundschule oder in der Highschool oder in der Gesellschaft schlechthin? Liegt es daran, dass die Menschen heutzutage deprimierter sind? Hat es etwas mit der Erziehung und Ausbildung im 21. Jahrhundert zu tun oder ganz allgemein mit unserem westlichen Lebensstil?
Die Beschäftigung mit dem Glück beschränkt sich weder auf unsere Hemisphäre noch auf die Postmoderne, in der wir uns befinden. Schon immer habe
Beschreibung
Alltagstauglich, anregend und hilfreich
Kann man Glück erlernen? Ja, man kann beim populären Harvard-Dozenten Tal Ben-Shahar. Was bisher seinen Studenten in den begehrten »Glücks- Kursen« vorbehalten war, ist jetzt in diesem Buch für jeden nachzulesen. Der Psychologe verrät, wie jeder einzelne sein Lebensgefühl systematisch verbessern kann. Dabei nimmt er besonders die Bereiche Erziehung, Arbeit und Beziehungen in den Blick. Fragen und Übungen laden zum sofortigen Mitmachen ein. Ein Buch, das umgehend die Stimmung hebt.
Der geniale Kurs zum Glück vom beliebten Dozenten der Harvard University.
Autoren-Info:
Tal Ben-Shahar
Tal Ben-Shahar is the New York Times Bestselling author of Happier. He taught the most popular course in Harvard University's history, and turned down a tenure track position there in order to pursue what would make him happiest. He currently consults and lectures around the world to executives in multi-national corporation, the general public, and at-risk populations. Topics include happiness, self-esteem, resilience, goal setting, mindfulness, and leadership. He obtained his PhD in Organizational Behavior and BA in Philosophy and Psychology from Harvard.





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